Innovationspartnerschaft mit argentinischer Innovations-Agentur ALADI begründet

Vor dem Hintergrund, dass die neue Regierung von Präsident Mauricio Macri deutliche Signale eines Neuanfangs in Argentinien gesetzt hat, so dass  Argentinien (wieder) ein interessanter Wirtschaftsstandort  werden kann, führten LVI-Geschäftsführer Wolfgang Wolf und Prof. George Teodorescu (Leiter des International Institute for Integral Innovation und Präsident des Danubius Academic Consortium) in der Zeit vom 9. bis 12. Mai in Buenos Aires zahlreiche Gespräche mit Vertretern von Forschungs-, Technologie- und Innovationseinrichtungen, Industrieverbänden und des Wirtschaftsministeriums mit dem Ziel, eine Innovationspartnerschaft aufzubauen. Dazu unterzeichnete Wolfgang Wolf mit dem Präsidenten von ALADI (Asociación Latinamericana para Design y Innovación), Paolo Bergami, ein Kooperationsabkommen.



Zum Auftakt der intensiven Gespräche besuchten Wolfgang Wolf und Prof. George Teodorescu den Industriepark „Parque Industrial de Plátanos“ in der Region Buenos Aires, in dem Unternehmen des Maschinenbaus, der Metallverarbeitung, der Textilverarbeitung und der Medizintechnik angesiedelt sind. Über die Bedeutung von Innovation für Wohlstand und Beschäftigung sowie die notwendige Organisation eines Technologietransfers zwischen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen wurde dann im Rahmen einer Vortragsveranstaltung im „Foro de Ciencia y Tecnología para la Producción“ diskutiert. Wolfgang Wolf stellte dabei zunächst Zusammensetzung und Arbeitsweise des LVI, seine Netzwerke und das Zusammenspiel von Unternehmen und Hochschulen sowohl in Clustern als auch im von der Steinbeis-Stiftung für Wirtschaftsförderung seit mehreren Jahrzehnten national und international und erfolgreich praktizierten Technologietransfer als „Win-Win-Situation“ für Unternehmen, Hochschulen und Studierende dar. In der Diskussion mit den anwesenden argentinischen Unternehmens- und Universitätsvertretern zeigte sich eine besondere Aufgeschlossenheit hinsichtlich des Auf- und Ausbaus einer Struktur der Innovationsförderung durch die Vernetzung des Unternehmens- mit dem Hochschulsektor. Auch zeigte sich, dass  in Argentinien, vor allem in den Nord-Regionen Córdoba und Santa Fe, bereits hervorragend aufgestellte Universitäten und Forschungsinstitute vorhanden sind, die über entsprechende Kontakte in die produzierende Industrie verfügen.



Dies bestätigte sich dann bei Besuchen und in Gesprächen mit dem INTI – Instituto Nacional de Tecnología Industrial, das in Buenos Aires über insgesamt 27 Forschungs- und Entwicklungszentren verfügt und 24 regionale FuE-Einrichtungen betreibt. Die für eine Zusammenarbeit mit Baden-Württemberg interessanten Schwerpunkte liegen dabei auf den Bereichen Mechatronik, Elektronik und Informatik, Mikro- und Nanoelektronik, Health Care, Luft- und Raumfahrt, Biotechnologie und Textil. Aufgrund eines relativ hohen, aus der Zusammenarbeit mit Unternehmen generierten, Drittmittelanteils versteht sich INTI auch als Einheit für den Technologietransfer und ist an einer Zusammenarbeit mit der Steinbeis-Stiftung für Wirtschaftsförderung interessiert.

Über die aktuellen politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Argentinien und die Schwerpunkte der Wirtschaftspolitik des Landes konnte sich der LVI-Geschäftsführer mit den Staatssekretären Guillermo C. Acosta und Ezequiel Tacsir austauschen, bevor er mit Mitgliedern des Präsidiums und Unternehmensvertretern des argentinischen Industrieverbandes CGE (Confederación General Economica de la Republica Argentina) unter der Leitung von CGE-Präsident Oscar Gentili zusammenkam, um über die Möglichkeiten einer künftig wieder engeren Zusammenarbeit auf Verbände- und Unternehmensebene zu diskutieren. Beide Seiten sahen branchenmäßige Ansätze unter anderem auf den Gebieten Energie- und Umwelttechnik,  Mechatronik und in der Luft- und Raumfahrt. Regional könnten sich gute Ansatzpunkte in der Nordregion des Landes (Córdoba, Santa Fe) ergeben, weil sich dort bereits eine Reihe von Netzwerken unter Einbezug von Universitäten und Forschungseinrichtungen etabliert haben, die mit baden-württembergischen Netzwerken zusammenarbeiten könnten.



Mit dem Ziel, den begonnenen Dialog strukturiert weiterzuführen, hatten bereits im Vorfeld Abstimmungsgespräche zwischen LVI und ALADI (Associación Latino Americana para Design y Innovación), einer alle Staaten Lateinamerikas abdeckenden Einrichtung zur Förderung von Innovationsprojekten, stattgefunden, die zu der Vereinbarung einer strategischen Partnerschaft geführt hat. Diese Vereinbarung wurde dann im Rahmen der CGE-Veranstaltung vom ALADI-Präsidenten Prof. Paolo Bergomi und Wolfgang Wolf unterzeichnet. Ziel dieser Vereinbarung ist es, durch eine verstärkte Kommunikation der baden-württembergischen sowie argentinischen Aktivitäten gemeinsame Projekte von Wissenschaft und Industrie zu ermöglichen und so zur Stärkung des Technologie- und Wissenstransfers zwischen Argentinien und Baden-Württemberg beizutragen.