Kooperationsmöglichkeiten mit der russischen Region Penza

auszuloten, war Grund der Reise nach Moskau und Penza von Geschäftsführer Wolfgang Wolf und Referatsleiterin Constanze Wolf im Zeitraum vom 23. bis 26. April, die vom LVI-Repräsentanten in Moskau, Nikolay Piksin, maßgeblich vorbereitet und begleitet wurde. Im Rahmen der Reise besuchten die LVI-Vertreter auch einen Technologiepark und führten Gespräche mit dem Gouverneur der Region Penza, Ivan Belozertsev.



Nach internen Abstimmungsgesprächen mit dem LVI-Repräsentanten Nikolay Piksin in Moskau besuchten Wolfgang Wolf und Constanze Wolf am 25. April zunächst einen Technologiepark in Penza, in dem insbesondere kleine und mittlere Unternehmen angesiedelt sind, in dem aber auch bereits Kinder im Grundschulalter insbesondere an Gesundheits- aber auch Informationstechnologien herangeführt werden. Auch verfügt der Technologiepark über einen Hörsaal, der direkt – über Kameras, Internet und Mikrofone - mit Operationssälen verbunden werden kann, sodass die Studenten während einer Operation am Bildschirm alles mitverfolgen und Fragen stellen können.

Im Anschluss an die Besichtigung tauschten sich die LVI-Vertreter im Technologiepark mit Vertretern des Wirtschaftsministeriums in Penza, mit einem Vertreter des Großunternehmer-Verbandes Penza, einem Clusterbetreuer von KMU sowie weiteren Wirtschaftsvertretern der Region Penza aus. Der Wirtschaftsminister der Region Penza, Andrei Luzgin, hob die Möglichkeiten und Vorzüge einer Zusammenarbeit für deutsche Unternehmen hervor. So stelle die Regierung bereits erschlossene Grundstücke für Unternehmen zur Verfügung, es gebe Steuerbevorzugungen beispielsweise bei der Einkommen- und Transportsteuer, aber auch mit Investitionskrediten vom Staat und Subventionen könne gerechnet werden.  Die Regierung täte alles dafür, bürokratische Hürden zu beseitigen.



Dies bekräftigte auch der Gouverneur der Region Penza, Ivan Belozertsev, den die LVI-Vertreter anschließend zu einem Austausch trafen. Neben der bereits mit dem Wirtschaftsminister angesprochenen Zusammenarbeit von Unternehmen war dem Gouverneur der Region Penza auch die Kooperation von Universitäten und Hochschulen ein wichtiges Anliegen. Insbesondere im Bereich der Agrikultur könne er sich gut vorstellen, Praktika und Austauschprogramme zu initiieren und durch gemeinsame Projekte junge Menschen zusammen zu bringen. Der Gouverneur schlug vor, im Rahmen eines Gegenbesuchs einer Delegation aus Penza die Region in Baden-Württemberg bekannt zu machen und darüber hinaus intern abzugleichen, wo Überschneidungen von Branchen und Strukturen bestehen, an denen man für eine Kooperation ansetzen könne.

Die Region Penza - in der Wolgaregion etwa 600 km südöstlich von Moskau gelegen - weist in ihrer Struktur gewisse Ähnlichkeiten mit Baden-Württemberg auf. So gibt es auch in der Region Penza einen im russischen Vergleich recht hohen Anteil an KMU. 30% der Produktion stammten in Penza von kleinen und mittleren Unternehmen – fast doppelt so viel wie im übrigen Russland. Auch sei die Region Penza eine sehr innovative Region, da sie keine Ölvorkommen habe und sich deshalb andere Geschäftsfelder erschließen müsse.



Am Anfang der Reise wurden die LVI-Vertreter von dem Geschäftsführer des LVI-Mitgliedes pml – Peter Maier Leichtbau GmbH, Frank Gross, und einem weiteren pml-Mitarbeiter begleitet. Die pml lotet gerade, auch mit Unterstützung des LVI-Repräsentanten in Moskau, Rechtsanwalt Nikolay Piksin, dessen Anwaltskanzlei sich auf die Belange deutscher und russischer Unternehmen spezialisiert hat und somit eine Schnittstellenfunktion zwischen Deutschland und Russland einnimmt, Möglichkeiten für ein deutsch-russisches Joint-Venture aus. Unser LVI-Repräsentant in Moskau steht auch Ihnen gerne für Fragen und Unterstützung zur Verfügung.