Zusammenarbeit mit der Provinz Shandong weiter gestärkt

In der Zeit vom 16. bis 20. Oktober reiste LVI-Geschäftsführer Wolfgang Wolf nach China, um dort mit dem LVI-Repräsentanten Jürgen Seussler ein Pilotprojekt für Berufsausbildung in die Wege zu leiten, eine engere Zusammenarbeit zwischen der aluminiumverarbeitenden Industrie Baden-Württembergs und der Provinz Shandong voranzutreiben und Fachgespräche mit dem stellvertretenden Ministerpräsidenten sowie Finanz- und Wirtschaftsminister Baden-Württembergs, Dr. Nils Schmid, und Winfried Hermann, Minister für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg, zu führen.

Das LVI-Mitglied pml, Peter Maier Leichtbau GmbH, ist bekanntermaßen mit einem großen chinesischen Aluminiumhersteller ein Joint-Venture in Longkou (Provinz Shandong/ VR China) eingegangen, das seit April diesen Jahres ebenfalls Mitglied des LVI ist. Ein besonderes Anliegen der chinesischen Partner ist es, die Qualifikation der Beschäftigten deutlich zu erhöhen. Zu diesem Zweck hatte der LVI schon vor einiger Zeit die Verbindung zu dem LVI-Partner, Forum Berufsbildung e.V., hergestellt, mit dessen Hilfe ein erstes Konzept für das Pilotprojekt „Berufsbildung in Shandong“ erarbeitet und nunmehr umgesetzt werden soll.



Ein weiterer Anlass des Treffens in Shandong war die feierliche Eröffnung der LVI-Repräsentanz im Beisein von politischen Vertretern Longkous und der Provinz Shandong.

Die hohe Innovationskraft der pml und des Joint-Ventures zeigt sich auch sehr eindrücklich in der vor kurzem eingeweihten Aluminiumbrücke in Doha, der noch weitere 250 folgen sollen. Auch baute die pml seinerzeit die größte Aluminium-Fußgängerbrücke der Welt in Peking. Beide Projekte stellen für sich Leuchtturmprojekte dar. Dies beeindruckte auch den stellvertretenden Ministerpräsidenten und Finanz- und Wirtschaftsminister Baden-Württemberg, Dr. Nils Schmid, der in einem Gespräch mit Vertretern des Joint-Ventures sowie der Provinz Longkou im Rahmen der feierlichen Eröffnung des German Centre der LBBW in Peking die Relevanz und den Wert der Zusammenarbeit Baden-Württembergs mit China betonte und dabei auch das Joint-Venture und die Arbeit des LVI lobend hervorhob.



Auch sei der Werkstoff Aluminium wichtig für das Thema Leichtbau, in dem sich der LVI stark engagiert und das für Baden-Württemberg sowie dessen Industrie von immenser Bedeutung ist, waren sich der Minister sowie die Vertreter des LVI, des Joint-Ventures und der Provinz Shandong einig. Die Gesprächspartner sahen in der Zusammenarbeit eines kleinen hoch innovativen baden-württembergischen mittelständischen Unternehmens mit einem bedeutenden großen Aluminiumproduzenten in China als „Leuchtturmprojekt“, dem weitere folgen sollten. Deshalb sei es ein gemeinsames Anliegen, sowohl der chinesischen wie auch der baden-württembergischen Seite, zum einen das Joint-Venture auch zukünftig positiv zu begleiten und auch weiteren Kooperationen baden-württembergischer mit chinesischen Unternehmen den Weg zu ebnen.

Auch Winfried Hermann, Minister für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg, war an den Möglichkeiten interessiert, aus dem Werkstoff Aluminium anstelle von Beton Fußgänger- und Radfahrbrücken zu bauen. Dies vor allem angesichts des aktuell hohen Sanierungsbedarfs bestehender Brücken, der in dieser Form bei Aluminiumbrücken nicht entstehen würde. Beeindruckt zeigte sich der Minister von der in Peking seit mehreren Jahren benutzten Aluminium-Fußgängerbrücke und der Brücke in Doha. Der Minister hob dann ebenfalls das Joint-Venture als wichtigen Ansatz für eine Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und China hervor.



Die Gespräche mit den Ministern sowie Claus Schmiedel MdL fanden im Rahmen des Empfangs der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) anlässlich der Erweiterung des German Centre Beijing statt, auf dem der Vorstandsvorsitzende der LBBW, Hans-Jörg Vetter, eine Begrüßungsansprache sowie Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Finanz- und Wirtschaftsminister Dr. Nils Schmid und Vertreter der chinesischen und deutschen Botschaft Grußworte hielten.