Industrieperspektive 2025

Am 24. August hat der LVI im Verbund mit Wirtschaftsminister Nils Schmid sowie mit weiteren Wirtschaftsorganisationen und Gewerkschaften eine gemeinsame „Industrieperspektive 2025“ vorgestellt – und damit ein Thema erneut in die Öffentlichkeit getragen, das den LVI wie auch den BDI seit Jahren umtreibt: das Industrieland Deutschland bzw. Baden-Württemberg.

Über Monate hinweg hatten sich die Partner des Industriedialogs Baden-Württemberg intensiv mit der Industrie an unserem Standort beschäftigt: mit Stärken und Risiken, mit politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen, mit der Wahrnehmung in der Öffentlichkeit, um nur einige Aspekte zu nennen. Heraus kam eine gemeinsame Handlungsgrundlage für den Industriestandort Baden-Württemberg für die kommenden Jahre, und nicht zuletzt ein nachdrückliches Bekenntnis aller Beteiligten zu unserem Industriestandort.

Im Rahmen einer Pressekonferenz hoben die Beteiligten einige zentrale Themen explizit hervor und gingen nicht zuletzt auf die wirtschaftliche Bedeutung der Industrie für unseren Standort ein – und der industrienahen Dienstleistungen, wie das geschäftsführende LVI-Vorstandsmitglied Wolfgang Wolf angesichts der enormen zusätzlichen Wertschöpfung, die in unmittelbarem Zusammenhang zur reinen industriellen Tätigkeit entsteht, betonte.

Passend dazu hob Wolf auch die geschlossenen Wertschöpfungsketten als wesentlichen Wettbewerbsvorteil der baden-württembergischen Industrie hervor. Diese und die sich daraus entwickelnde Innovationsdynamik gelte es durch wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen zu stärken. „Dazu gehört vor allem, den Unternehmen keine weiteren finanziellen und bürokratischen Belastungen aufzuerlegen und stattdessen Investitionen in die Infrastrukturen Verkehr, Energie und Breitband erheblich zu intensivieren. Hierauf sollte die Landesregierung ihre Anstrengungen im Land und gegenüber dem Bund konzentrieren“, so der LVI-Geschäftsführer.

Im Austausch mit den Medien unterstrich Wolfgang Wolf den Bedarf, die Wahrnehmung und Akzeptanz der Industrie in der Breite der Bevölkerung weiter zu verbessern.

Zwar habe die Industrie in der „Nahwirkung“, also in den Kommunen und Regionen, wo die Betriebe verankert sind, in der Regel ein gutes Image; in der abstrakteren „Fernwirkung“ würden die Industrieunternehmen indes häufiger als „störend“ wahrgenommen. Dies zu verbessern, sei eine gemeinsam Aufgabe der beteiligten Akteure. Zudem gelte es, so Wolf weiter, darauf zu achten „dass die Innovationsdynamik nicht nachlässt.“ Dass insbesondere energieintensive Branchen – etwa im Chemiebereich – deutlich unter dem Wert ihrer Abschreibungen investierten, sei ein ernst zu nehmendes Warnsignal.

Nähere Informationen zur „Industrieperspektive 2025“ enthalten die begleitende Pressemitteilung und das gemeinsam erarbeitete Leitbild. Eine ausführliche Publikation steht in Kürze zur Verfügung.