Mexikanische Delegation auf Schulungsreise beim LVI und Netzwerkpartnern

In der Zeit vom 28. Mai bis 11. Juni besucht eine Delegation bestehend aus hochrangigen Vertretern der mexikanischen LVI-Partnerverbände COPARMEX und USEM sowie aus mexikanischen Unternehmern, die stark im Bereich nachhaltiges Unternehmertum aktiv sind, den LVI und seine Partner, um sich insbesondere über Nachhaltigkeit und ethische Grundsätze in der Unternehmensführung, Fachkräftebindung ans Unternehmen sowie praxisorientierte Aus- und Weiterbildung zu informieren.

Während des Schulungs- und Trainingsaufenthalts in Deutschland besucht die mexikanische Delegation, die von José Lázaro Taméz Guerra, dem Präsidenten unseres mexikanischen Partnerverbandes USEM, geleitet wird, vom 2. bis  6. Juni auch Baden-Württemberg, den LVI sowie dessen Partner. So besuchte die Delegation am 2. Juni die Steinbeis Stiftung in Stuttgart. Jan Bandera, Direktor des Steinbeis Technologietransferzentrums Economic and Technology-Policy Dialogue, und Ardin Djalali sowie Franziska Koch, SIBE der Steinbeis Hochschule Berlin, informierten die Delegation über die verschiedenen Ausrichtungen und Arbeitsfelder der Steinbeisunternehmen, über mögliche Ansatzpunkte, diese in Mexiko zu etablieren, und über die Bildungsangebote der Steinbeis Universität. 



Am 3. Juni besichtigte die Delegation die Witzenmann GmbH in Pforzheim, die von LVI-Präsident Dr. Hans-Eberhard Koch sowie drei weiteren Geschäftsführern geleitet wird. Dieser begrüßte die Delegation dann auch, bevor Dr. Gerhard Flöck, Geschäftsführer der Witzenmann GmbH, den Teilnehmern der Delegation, unter ihnen für den LVI Geschäftsführer Wolfgang Wolf, Referatsleiterin Constanze Wolf sowie der LVI-Koordinator Internationale Projekte, Joachim Elsässer, die Witzenmann GmbH vorstellte sowie eine Besichtigungstour durch die Produktion machte. Besonders wichtig und informativ war für die Delegation eine im Anschluss an die Besichtigung stattfindende Diskussion zu Themen wie die innerbetriebliche Entwicklung von Fachkräften bei der Witzenmann GmbH, den Fachkräftemangel in Deutschland, Nachhaltigkeit im Unternehmen sowie Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten bei Witzenmann. 

Weitere Stationen während des 2 wöchigen Aufenthalts sind in Baden-Württemberg die Duale Hochschule Baden-Württemberg, die Festo Didactic GmbH & Co. KG sowie die Festo AG & Co. KG, das Fraunhofer Institut für Solartechnologie und Energiesysteme (ISE), der Zweckverband Abfallbehandlung Kahlenberg sowie die Global Woods International AG. Zudem besuchte die Delegation unseren Dachverband, den BDI, und informierte sich über Kooperationen zwischen der deutschen und mexikanischen Industrie sowie internationale Allianzen mit Industrieverbänden in der Alianza Pacifico. Abgerundet wird das Programm durch Workshops zur Organisation praxisorientierter Bildungsangebote sowie die Verleihung von Urkunden über die Teilnahme am Premio Lorenzo Servitje und an der Schulungsmaßnahme.



Die Teilnehmer der Delegation aus Unternehmen hatten sich zuvor in den Jahren 2013 und 2014 erfolgreich an dem von den mexikanischen LVI- Partnerverbänden COPARMEX und USEM ausgerichteten Premio Lorenzo Servitje beteiligt und die Reise als Preisträger des Wettbewerbs gewonnen. Der Premio Lorenzo Servitje zeichnet mexikanische Unternehmer aus, die sich in besonders starkem Maße im Bereich des nachhaltigen Unternehmertums engagieren, die vielfältige soziale Aktivitäten für ihre Mitarbeiter und ihr Land aufweisen können und die sich dadurch auch für bessere Rahmenbedingungen in ihrem Land stark machen.

Bekanntermaßen führt der LVI seit April 2013 ein vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit gefördertes Verbändepartnerschaftsprojekt gemeinsam mit der sequa gGmbH und dem BDI sowie seinen mexikanischen Partnerverbänden COPARMEX und USEM durch. Die Durchführung und Unterstützung der Schulungsmaßnahme der Preisträger des Premio Lorenzo Servitje ist Teil des Programms in dem sequa-Projekt. Der LVI trägt durch sein Engagement in diesem Projekt dazu bei, seine Partnerverbände in ihren Serviceleistungen für ihre Mitglieder zu unterstützen, die Rahmenbedingungen für mexikanische und deutsche Unternehmen in Mexiko durch Wissens- und Technologietransfer sowie durch praxisorientierte modulare Bildung von Fachkräften zu verbessern und eine Infrastruktur in Mexiko aufzubauen, die es auch deutschen und insbesondere baden-württembergischen Unternehmen einfacher macht, den mexikanischen Markt zu betreten und auf diesem Bestand zu haben.