Pressemitteilung, 09.04.2015 Innovation

Nicht auf dem Status quo ausruhen

LVI: Innovationsland Nr. 1 bleiben!


Stuttgart, 9. April 2015 „Dank seiner Wirtschaftsstruktur hat Baden-Württemberg das höchste Innovationspotenzial in der EU“, verkündete LVI-Präsident Dr. Hans-Eberhard Koch anlässlich der Vorlage der jüngsten Ausgabe der LVI-Standpunkte, fügte aber hinzu: „Es ist wichtig dass wir uns nicht auf diesem hohen Niveau ausruhen.“ Gerade in einer rohstoffarmen Volkswirtschaft sei die Fähigkeit, neues Wissen zu generieren, hieraus systematisch Ideen zu entwickeln und diese zügig in marktfähige Produkte und Dienstleistungen zu überführen, eine zentrale Voraussetzung, um im globalen Wettbewerb zu bestehen. „Zur Erhaltung der Innovationskraft Baden-Württembergs sind günstige Rahmenbedingungen essenziell“, so der LVI-Präsident.

Was Investitionen in Forschung und Entwicklung angeht, übertrifft Baden-Württemberg mit gut 5 Prozent seines BIP die Zielmarke der EU von 3 Prozent deutlich. „Rund 81 Prozent dieser Investitionen kommen dabei aus der Wirtschaft“, führte Dr. Koch aus. Auch bei den Patentanmeldungen stehe das Land an der Spitze. „Der große Vorteil unseres Landes besteht darin, dass große innovative Unternehmen ihren Hauptsitz im Südwesten haben. Nicht zu vernachlässigen die zahlreichen forschungsintensiven Mittelständler und hochinnovative Kleinunternehmen“, so der LVI-Präsident weiter.

Doch auch wenn Baden-Württemberg im Moment an der Spitze stehe, so falle doch auf, dass die Entwicklungsdynamik zu wünschen übrig lasse. „Laut ZEW-Innovationsindikator liegt Baden-Württemberg bereits hinter der Schweiz zurück, und der Abstand vergrößert sich“, konstatierte Dr. Koch und führte weiter aus: „Baden-Württemberg leidet unter einem schlechten schulischen Bildungssystem. Zudem sollte die Basis der industriellen Arbeit, die duale Ausbildung, wieder gestärkt werden.“

Zur Sicherung der zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit sei es ferner wichtig, eine längst überfällige steuerliche Förderung von Forschungsausgaben zu realisieren. „Um gemeinsam wichtige Zukunftsthemen anzugehen, bietet es sich zudem an, wieder einen Innovationsrat ins Leben zu rufen“, so Dr. Koch: „Der LVI und zahlreiche Unternehmerpersönlichkeiten würden sich in solch einem Rat gerne engagieren.“

Nähere Informationen enthalten die LVI-Standpunkte 1/2015.