Pressemitteilung, 26.02.2015


Erbschaftsteuer: Familienunternehmen nicht in Bedrängnis bringen!

Stuttgart, 26. Februar 2015: „Aus Sicht der baden-württembergischen Industrie ist es sehr bedenklich, dass das Bundesfinanzministerium erwägt, die großen Familienunternehmen mehr als bisher zu belasten“, sagte LVI-Präsident Dr. Hans-Eberhard Koch anlässlich der vorliegenden ersten Eckpunkte für die künftige Erbschaftsteuer. „Der Mittelstand, das vielgerühmte Rückgrat der Wirtschaft, ist stabil“, so Koch weiter, „aber auf Dauer trägt auch die stärkste Wirbelsäule Schäden, wenn man sie über die Maßen belastet.“

Der LVI-Präsident begrüßte die parallel bekannt gewordenen Überlegungen aus dem baden-württembergischen Finanz- und Wirtschaftsministerium, die eine stärkere Orientierung an den bisherigen Regelungen und Kriterien vorsehen und dafür Sorge tragen, dass im Erbfall die Unternehmen nicht in unmittelbare Bedrängnis kommen. Auch große Familienunternehmen sind durch Erbfälle der Gesellschafter betroffen. „Wir wissen alle“, hob Koch hervor, „dass die gesunden Familienunternehmen im Land begehrte Übernahmekandidaten wären, wenn sie in eine Schieflage gerieten. Ich glaube nicht, dass der Gesetzgeber dem mit einer deutlichen Verschlechterung bei der Erbschaftsteuer Vorschub leisten sollte."

Abschließend forderte Dr. Hans-Eberhard Koch die gesamte Landesregierung auf, sich für eine mittelstandsfreundliche Regelung einzusetzen: „Für kein anderes Bundesland hat das eine solche immense Bedeutung wie für Baden-Württemberg mit seiner erfolgreichen Wirtschaft“.