Pressemitteilung, 17.10.2014

LVI zu Industrie 4.0

Stuttgart, 17. Oktober 2014  Die Berichterstattung zur jüngsten Pressekonferenz des LVI erweckt in der Öffentlichkeit teilweise den Eindruck, der Landesverband der Baden-Württembergischen Industrie stehe dem aktuellen politischen Fokus auf das Thema Industrie 4.0 oder gar dem Thema selbst negativ gegenüber. Dieser Eindruck ist nicht zutreffend. Gerne klären wir kurz die Position des LVI.

Selbstverständlich befasst sich die baden-württembergische Industrie bereits seit geraumer Zeit sehr intensiv mit „Industrie 4.0“ und empfindet die umfassenden technischen Veränderungen, die unter diesem Schlagwort zusammengefasst werden, als immens. Sie betrachtet diesen Wandel als marktwirtschaftliche Herausforderung für die einzelnen Unternehmen und gestaltet ihn aktiv mit.

Dass die Bewältigung dieser Herausforderung vielfältige Innovationen und Investitionen erfordert, liegt auf der Hand. Insofern ist es sehr erfreulich, dass die Landesregierung ihrerseits die Initiative zum Thema „Industrie 4.0“ ergriffen hat und so zu einer gesellschaftlichen Durchdringung sowie zu entsprechenden Rahmenbedingungen beitragen will.

Industrielle Rahmenbedingungen stellten auch den inhaltlichen Kern der LVI-Pressekonferenz vom 15. Oktober dar, die unter dem Motto "Industrie fordert investitionsfreundlicheres Klima" stand. Dabei wurden die Themen Konjunktur, Investitionen und Belastungen der Industrie hervorgehoben (vgl. LVI-Pressemitteilung vom 15. Oktober).

Die Pressekonferenz stand indes nicht im Zusammenhang mit der Regierungserklärung zum Thema "Industrie 4.0". Äußerungen von LVI-Präsident Dr. Hans-Eberhard Koch zu Fragen bezüglich "Industrie 4.0" am Rande der Pressekonferenz standen im Kontext von Konjunkturprogrammen und staatlichen Interventionen, die der LVI entschieden ablehnt.

Der LVI wird die Herausforderungen durch "Industrie 4.0" weiter herausarbeiten und entsprechende politische Wünsche der baden-württembergischen Industrie formulieren.