Pressemitteilung, 15.01.2014

Konjunktur gewinnt an Schwung - für 2014 stehen die Zeichen auf Wachstum


Industrie startet mit Optimismus ins Jahr 2014


Stuttgart, 15. Januar 2014 Konjunkturelle Frühindikatoren sagen einen robusten positiven Trend voraus. Die wachsende Dynamik in den Auslandsmärkten, kombiniert mit einer stabilen Binnennachfrage, sorgt für eine gute Stimmung in der baden-württembergischen Industrie. „Die Unternehmen sind zuversichtlich, aber noch nicht euphorisch“, ergänzte LVI-Präsident Dr. Hans-Eberhard Koch und fügte hinzu „entscheidend für einen nachhaltigen Aufschwung wird die Entwicklung der Investitionen sein“. Baden-Württemberg nimmt im neuen „Innovationsindikator“ der Telekom-Stiftung und des BDI weiterhin eine Spitzenstellung ein. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, müssen Rahmenbedingungen konsequent verbessert werden. Zentrale Handlungsfelder für den LVI-Präsidenten sind u.a. „bezahlbare Energiepreise, leistungsfähige Infrastruktur, flexible Arbeitsmarktregelungen und keine Mehrbelastungen durch Steuern und Abgaben“.

Die wirtschaftliche Entwicklung in Baden-Württemberg war im dritten und vierten Quartal 2013 dynamischer als erwartet. Für das vergangene Jahr prognostiziert das Statistische Landesamt ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von gut 0,5 Prozent. Für 2014 wird eine BIP-Steigerung von 1,75 Prozent für den Südwesten erwartet. Eine Aufhellung der Außenwirtschaftsaktivitäten unterstützt die solide Binnenwirtschaft und wird 2014 wichtige Impulse geben. Der LVI wiederholt seine Prognose vom Dezember 2013 und geht für das laufende Jahr von einem deutlichen BIP-Wachstum von ca. 1,6 Prozent aus.

Nach wie vor ist die konjunkturelle Lage durch Investitionszurückhaltung gekennzeichnet, von deren Überwindung die nachhaltige Verstetigung des positiven Trends abhängt. Die Risiken im Euroraum sind nicht gebannt, aber die Zeichen für eine Erholung stehen auf „Grün“. Zudem zieht die weltwirtschaftliche Dynamik, getrieben von China und den USA, weiter an. „Um den notwendigen Rückenwind für Investitionen zu erhalten, brauchen wir aber auch eine angemessene Politik der Bundes- und Landesregierung“, kommentierte Dr. Koch die Situation.

Die zentralen wirtschaftspolitischen Themen, wie eine bezahlbare Energieversorgung, eine leistungsfähige Infrastruktur (Verkehr, Energie, Kommunikation), flexible Arbeitsmarktregelungen, ein einfaches Steuersystem sowie investitions- und forschungsfreundliche Besteuerung werden uns auch 2014 begleiten. Der LVI-Präsident wiederholte die Forderungen, die er bereits während der LVI-Jahrestagung im Dezember 2013 äußerte: „Die Industrie muss gestärkt werden, um Wachstum zu sichern“. Ein enger Dialog zwischen privater und öffentlicher Hand ist notwendig, um Themen sachlich und strategisch voranzutreiben. „Der Innovationsrat war hierfür ein exzellentes Instrument und sollte daher wiederbelebt werden!“, untermauerte der LVI-Präsident.

Der LVI setzt sich weiterhin mit viel Engagement für die Belange der baden-württembergischen Industrie ein und greift dabei auf sein branchenübergreifendes Netzwerk zurück. Mit den im Dezember 2013 neu gewählten Gremien - Präsidium, Vorstand und Beirat - setzt der LVI seine bewährte Arbeit zur Verbesserung der Rahmenbedingungen fort. „Die ehrenamtliche Unterstützung von führenden Unternehmerpersönlichkeiten ermöglicht den fundierten Beitrag des LVI zu wirtschaftspolitischen Herausforderungen, um den Standort weiterzuentwickeln und damit gut durch weltwirtschaftlich schwierige als auch positive Jahre schreiten zu können“, hob der LVI-Präsident abschließend hervor.